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28.04.2017

Bund fördert Klinikpartnerschaft des Brüderkrankenhauses

Kaster: „50.000 Euro für eine gute Sache“

Der Bund fördert die Klinikpartnerschaft des Trierer Brüderkrankenhauses mit der Partnerklinik der Marianischen Schwestern im bolivianischen Monteagudo mit insgesamt 50.000 Euro. Das Krankenhaus profitiert hierbei von der Initiative „Partner stärken Gesundheit“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Die Region Trier verbindet schon seit Jahrzehnten eine enge und intensive Verbindung mit Bolivien. Umso mehr freue ich mich, dass der Bund die Kooperation des Brüderkrankenhauses unterstützt und somit einen aktiven Beitrag für diese gute Sache leistet“, freut sich der Bundestagsabgeordnete für Trier und Trier-Saarburg, Bernhard Kaster. Kaster hatte im Februar gemeinsam mit dem Hausoberen des Brüderkrankenhauses, Markus Leineweber, das Partnerkrankenhaus in Monteagudo besucht und sich vor Ort ein Bild über die geplante Kooperation gemacht. Darüber hinaus hatte sich Bernhard Kaster in mehreren persönlichen Gesprächen mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, für eine Förderung des Brüderkrankenhauses eingesetzt.  

BERLIN/TRIER. Ziel der Kooperation zwischen den beiden Krankenhäusern ist die Bekämpfung der tödlichen Chagas-Krankheit. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht der gegenseitige Austausch von Expertise und Erfahrung. Das bolivianische Partnerkrankenhaus „Centro dermatologico“ in Monteagudo wurde 1966 unter Beteiligung des Bistums Trier und des Trierer Weihbischofs Leo Schwarz gegründet, um die Versorgung der damals von Lepra betroffenen Menschen in der Region sicherzustellen. Inzwischen ist jedoch die Chagas-Krankheit in den Mittelpunkt der medizinischen Versorgung gerückt. Chagas ist eine parasitäre Infektionskrankheit. Fünfzig Prozent der Menschen, die in der Umgebung des Krankenhauses wohnen, sind mit der Krankheit infiziert. Durch die Kooperation soll mit Hilfe des Brüderkrankenhauses der Aufbau von Strukturen und die Schulung des Personals vor Ort gefördert werden. „Mit der höchstmöglichen Förderung wertschätzt der Bund auch die gute Arbeit des Brüderkrankenhauses“, betont der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Bernhard Kaster. „Dass das Brüderkrankenhaus die Kooperation auch ohne eine mögliche Förderung seitens des Bundes vollzogen hätte, hat nicht nur bei mir nachhaltig Eindruck hinterlassen. Die seriöse und auch leidenschaftliche Arbeit des Krankenhauses verdient diese Unterstützung voll und ganz“, so Kaster weiter. Das Bistum Trier pflegt seit über 50 Jahren eine intensive Partnerschaft mit dem Land Bolivien. Menschen jeder Altersgruppe widmen sich in den unterschiedlichsten Bereichen und Projekten dieser Zusammenarbeit und füllen diese Partnerschaft tagtäglich mit Leben. „Solche kommunalen Partnerschaften ermöglichen es, eine Beziehung zu einem Land oder einer Kommune in der Breite der Bevölkerung zu verankern. Umso mehr freue ich mich darüber, dass diese enge Beziehung zwischen der Region Trier und dem Land Bolivien nun eine weitere Säule erhält“, verdeutlicht Kaster abschließend.

Hintergrund:
Partner stärken Gesundheit ist eine Initiative zur Förderung von Klinikpartnerschaften, die 2016 von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung finanziert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Partnerschaften zwischen deutschen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel der Initiative ist, einen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern zu leisten. Dabei fließt Expertise zu Krankheitsbildern, Behandlungsoptionen, Technologien oder Abläufen in beide Richtungen, so dass beide Partner profitieren.



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Foto: Philipp Mörsdorf.
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