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Das persönliche Interview

Bernhard Kaster im virtuellen Gespräch

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Foto: Ihre Stimme in Berlin.

Ihre Stimme in Berlin

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Derzeit gibt es 9 Fragen an Bernhard Kaster

01. Warum wollten Sie Politiker werden?
Es mag ungewöhnlich klingen, aber bereits mit 13 Jahren habe ich im Schwarz-Weiß-Fernsehen die Bundestagsdebatten verfolgt. Mit 14 Jahren besuchte ich in meiner Heimatstadt Trier, damals in der Treverishalle, die große Wahlkampfveranstaltung mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Rainer Barzel. Sehr früh merkte ich, dass es sich nicht nur lohnt, sondern zugleich auch Freude bereitet, sich gesellschaftlich zu engagieren. Nach meiner Schulzeit (hier war ich übrigens Schulsprecher) trat ich zuerst in die Junge Union und später in die CDU Trier ein. Es folgten viele Jahre ehrenamtlicher politischer Arbeit in der Jungen Union sowie auch in meinem Heimatstadtteil Trier-Pfalzel und als Mitglied des Trierer Stadtrates. Der Schritt in die Berufspolitik erfolgte erst im Jahre 1997, damals wurde ich zum hauptamtlichen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land gewählt. Bis dahin war ich 22 Jahre als Diplom-Verwaltungswirt außerhalb der Politik in verschiedenen Aufgabenbereichen tätig. Die beruflichen Erfahrungen jenseits der Politik möchte ich auch heute nicht missen.

02. Haben Sie schon einmal eine Wahl verloren?
Politik ist immer der Wettbewerb um gute Ideen und gute Personen. Bei Personalentscheidungen, also Wahlen, muss man immer wissen, dass sie unterschiedlich ausgehen können. Für meine Wahl in den Trierer Stadtrat habe ich immerhin drei Anläufe gebraucht. Meine Kandidatur für den CDU-Bezirksvorsitz im Oktober 2007 endete mit einer (wohl knappen) Niederlage. Wahlen zu gewinnen, ist natürlich immer schöner, aber auch aus Niederlagen lernt man viel.

03. Warum sollte man heute noch in eine Partei eintreten?
Die Mitgliedschaft in einer Partei ist und darf kein Makel sein. Ganz im Gegenteil! Die wichtige Rolle der Parteien in unserem Staat ist mit Recht bereits im Grundgesetz beschrieben. Deswegen ist es für unser Gemeinwesen von großer Wichtigkeit, dass sich immer wieder Menschen finden, die bereit sind, für politische Ziele und Ideen einzustehen und sich in unseren Parteien zu engagieren, ob auf der kommunalen Ebene, in der Landes- oder der Bundespolitik. Ohne engagierte Bürgerinnen und Bürger kann unsere Demokratie nicht bestehen.

04. Sie sind in der CDU. Was ist für Sie typisch christdemokratisch?
Ich war nie ein Freund von Ideologien. Die Politik der CDU beruht auf dem christlichen Menschenbild und der Verantwortung des Menschen vor Gott. Dies ist ein hervorragendes Fundament für eine freiheitliche und soziale Ausrichtung der Politik.

05. Haben Sie ein Vorbild?
Ein Vorbild im eigentlichen Sinne des Wortes habe ich nicht. Aber es gibt Menschen, deren Lebensleistung mich fasziniert, ja beeindruckt hat. Hierzu zählen beispielsweise Papst Johannes Paul II., der Europa und die Welt entscheidend mit verändert hat, oder aber Ludwig Erhard, der die Soziale Marktwirtschaft auf die unübertreffliche Formel gebracht hat: Wohlstand für alle! In meiner Trierer Heimatregion hat der frühere rheinland-pfälzische Verkehrs- und Wirtschaftsminister Heinrich Holkenbrink für mich Maßstäbe gesetzt, wie man vor Ort bzw. regional erfolgreich die eigene Heimat für die Zukunft gestalten kann.

06. Haben Sie ein Lebensmotto?
Lebensmotto wäre vielleicht übertrieben, aber folgendes Zitat von Franz von Assisi gefällt mir sehr:

„Tu' erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst Du das Unmögliche!“

07. Was machen Sie eigentlich in der Freizeit?
Bedingt durch das Pendeln zwischen Berlin und Trier ist mir die verbleibende freie Zeit besonders für meine Familie, d. h. meine Frau und meine Töchter am wertvollsten. Meine Familie ist zudem mein größter Rückhalt bei allen politischen Aufgaben. Ein Hobby aus meiner Jugendzeit konnte ich noch bis heute beibehalten: Mein großes Süßwasseraquarium. Ein Hobby, das eine schöne Abwechslung und zudem Beruhigung bietet. Auch mein Berliner Büro habe ich zwischenzeitlich um ein Aquarium bereichert.

08. Was verdient ein Politiker?
Zur Zeit beträgt die Abgeordnetenentschädigung € 8.252 monatlich. Mehr Informationen finden Sie hier.

09. Wie lange wollen Sie noch Bundestagsabgeordneter sein?
In der Politik muss einem immer bewusst sein, dass man eine Aufgabe für eine befristete Zeit angenommen hat. Wie lange ich im Deutschen Bundestag die Interessen meiner Heimat als „Unsere Stimme in Berlin“ vertreten kann, hängt letztlich von der Unterstützung und Zustimmung der Menschen in meinem Wahlkreis ab. Es hat mich sehr gefreut - und hierauf war ich besonders stolz -, dass ich 2005, 2009 und 2013 den Wahlkreis direkt gewinnen konnte. Es gibt noch eine Vielzahl von Ideen und Themen, die mich bei meiner politischen Arbeit antreiben. Solange ich das Vertrauen und die Unterstützung für diese Aufgaben erhalte, bin gerne Bundestagsabgeordneter.

Übrigens: Weitere Fragen können immer gestellt werden: Frage@bernhard-kaster.de



Ansprechpartner

Foto: .
Bernhard Kaster, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: 030 / 2 27-777 58
Fax: 030 / 2 27-767 58